Heilpraktiker A.Bauhofer
Andreas Bauhofer, Heilpraktiker Berlin

 

Die prozessorientierte Homöopathie

Bei dieser von meinem Lehrer, Andreas Krüger mit entwickelten Therapieform handelt es sich nicht um eine neue Art der Ähnlichkeitsarbeit, sondern um eine Erweiterung der Homöopathie. Sie beinhaltet die Grundsätze der klassischen Homöopathie mit sehr wichtigen Ergänzungen: („Macht es nach, aber macht es wahrhaftig nach!“ frei nach S.Hahnemann)

  • wir verfügen über ein positives Arzneimittelbild; eine Möglichkeit für den Behandler zu erahnen in welche Richtung sich der Prozess entwickeln könnte. Mit diesem Wissen kann ich den Patienten zusätzlich unterstützen, ich kenne nicht nur seine Schwächen, auch seine Stärken die sich aus ihm heraus entwickeln können.
  • Ich kann systemische Zusammenhänge, ggf. Hindernisse erkennen und diese ansprechen und wenn möglich hinweg räumen.
  • Träume als Ausdruck unseres derzeitigen Seelenzustandes haben einen sehr hohen Stellenwert.
  • Das subjektive Erleben des Behandlers in der Anamnese ist für mich ein wichtiger Hinweis auf das richtige Arzneimittel. Im Gegensatz zur klassischen Homöopathie bemühe ich mich nicht „innerlich“ um Neutralität, sondern ich beziehe meine Empfindungen in die Mittelfindung mit ein. Dies ermöglicht mir einen intuitiveren Umgang mit den Arzneimitteln.
  • Durch die symbolische Materia medica und das Repertorium können wir Grundthemen des Lebens des Patienten einzelnen Arzneimitteln zuordnen. Auch wenn Hahnemann in seinem Organon von allen Zufällen und Gegebenheiten des Lebens die mittelanzeigend seien spricht, setze ich dieses homöopathische (analoge) Denken ganz besonders in meiner Arbeit um.
  • Spirituelle Betrachtungen und religiöse Aspekte können im gemeinsamen Prozess auftauchen oder auch mit integriert werden.

Für mich ist die Prozessorientierte Homöopathie auch ein Weltbild und nicht nur eine Behandlungsmöglichkeit. Dies liegt zum einen an dem universell auf alles übertragbaren Ähnlichkeitsgesetz, zum anderen an der Theorie der „inneren Tafelrunde“, die nicht erlaubt nur nach einem Konstitutionsmittel zu suchen, sondern jedem Teil der Persönlichkeit des Menschen seinen Platz und seine Berechtigung gibt (zurückgibt).
So ist alles, auch wenn wir es nicht auf Anhieb zu verstehen in der Lage sind, richtig und hat seinen Sinn im Zusammenspiel der Kräfte die uns ausmachen. Einen Weg zu finden diese Kräfte harmonisch, gemeinsam und konstruktiv an einem Ziel arbeiten/leben/erleben zu lassen, den Menschen zu unterstützen zu sein/ zu werden wie er gemeint ist, ist für mich Ziel in der Behandlung wie auch Ziel in meinem Leben.

Die miasmatische Homöopathie

Die Miasmenlehre ist eine in der Homöopathie gelehrte Theorie zur Erklärung der Ursache chronischer Krankheiten.

Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, schrieb, dass er in seinen ersten praktischen Jahren der homöopathischen Behandlung die Erfahrung gemacht habe, dass bei chronisch kranken Patienten gut gewählte Mittel bis zu einem gewissen Punkt wirkten, aber die Symptome oder die Erkrankungen immer wiederkehrten, also nicht dauerhaft „geheilt“ waren. Dabei kam er zu dem Schluss, dass es ein Heilungshindernis im Organismus gibt, das weder mit Medikamenten oder den gesündesten Diäten bekämpft werden kann, noch von selbst verschwindet.

Er nannte dieses Hindernis ein „Miasma“. Das Wort Miasma bedeutet Infektion, Befleckung, Verschmutzung und Fleck. Hahnemann dachte, dass die Lebenskraft durch bestimmte Faktoren infiziert ist, und dass diese Infektion die Krankheit verursacht. Er beobachtete drei Miasmen, das psorische, das sykotische und das syphilitische.
Diese Sichtweise veranlasste Hahnemann auch nach vergangenen Ereignissen, Symptomen etc. und der familiären Krankheitsbelastung des Patienten zu fragen und nicht nur nach den aktuellen Symptomen.
Damit begründete er die Miasmentheorie der homöopathischen Medizin.